Telefonresilienz

Zuletzt aktualisiert : Apr 26, 2024 |

Telefon-Failover

Wenn Telefonresilienz konfiguriert ist, gibt das primäre System Informationen über die registrierten Telefone und Benutzer dieser Telefone für das Reservesystem frei. Wenn das primäre System für die Telefone nicht mehr sichtbar ist, erfolgt ein Failover, und die Telefone werden beim Reservesystem registriert.

Telefon-Failback

Wenn das primäre System des Telefons länger als 10 Minuten in Betrieb war, führen Telefone im Ruhezustand ein Failback auf das primäre System aus. Wenn das Telefon keine Verbindung mit dem primären System herstellen kann, kann das Telefon während eines Kulanzzeitraums von fünf Minuten (als „Homeless Prevention“ bezeichnet) beim primären oder Reservesystem angemeldet werden.

Der Standardmodus ist das automatische Failback zum primären System. Das Failback kann als manuelles Failback konfiguriert werden. Dies ist möglicherweise sinnvoll, wenn z. B. das primäre System für einige Zeit nicht verfügbar ist. Im manuellen Modus erfolgt ein Failback erst, wenn das Telefon abgemeldet oder neu gestartet wurde.

Hinweis:

Manuelles Failback wird für SIP-Telefone nicht unterstützt.

Anmerkungen zum Resilienzverhalten von Telefonen

  • Das Failover dauert mindestens 3 Minuten (für größere Netzwerke länger). So wird sichergestellt, dass kein Failover aufgerufen wird, wenn es nicht erforderlich ist, z. B. wenn ein Neustart des primären Systems durchgeführt wird, um eine Konfigurationsänderung wirksam zu machen, die nicht zusammengeführt werden kann.

  • Failover soll Grundfunktionen für Anrufe bieten, während die Ursache für das Failover untersucht und behoben wird. Wenn Benutzer ihre Einstellungen (z. B. den DND-Modus) während des Failovers ändern, werden diese Änderungen danach nicht übernommen.  

  • Während des Failovers erfolgt keine Sprachübertragung von Anrufen, die im primären System verankert sind. Die Sprachübertragung von Direktverbindungsanrufen in einem stabilen Zustand bleibt möglicherweise bis zum nächsten Anrufereignis erhalten, dies wird jedoch nicht garantiert.

  • Wenn das Failover-System neu gestartet wird, während es Failover-Dienste bereitstellt, gehen die Failover-Dienste verloren.

  • Failover-Funktionen erfordern, dass die lokalen Telefone jedes Systems weiterhin Daten an das Reservesystem weiterleiten können, wenn das primäre System nicht verfügbar ist. Normalerweise muss hierfür jedes System einen getrennten Daten-Router verwenden.

  • Beim Failover eines IP-Telefons kann das Reservesystem für einen unbegrenzten Zeitraum als „Gast“ betrieben werden, jedoch nur bis zum Reset des Systems. Für Telefone, die als „Gast“ konfiguriert sind, sind keine Lizenzen erforderlich.

  • Hot-Desk-Benutzer werden automatisch abgemeldet. Wenn das Failback von deren Basisnebenstelle zum primären System erfolgt, wird der Benutzer automatisch bei seiner Basisnebenstelle angemeldet.

  • Die Mediensicherheits-Konfiguration sollte auf allen Systemen dieselbe sein. Ist beispielsweise ein Nebenstellen-Heimsystem auf Bestmöglich gesetzt, sollte das Failover-System ebenfalls auf Bestmöglich gesetzt sein.

  • Für die sichere Kommunikation mithilfe von TLS/SRTP müssen alle IP Office-Systeme über ein Identitätszertifikat verfügen, das von derselben vertrauenswürdigen Stammzertifizierungsstelle signiert wurde.

  • Failover bietet nur grundlegende Anruffunktionen für Avaya Workplace Client. Anrufprotokolle, die während der Verbindung mit dem Backup-Server erstellt werden, sind nach einem Failback nicht verfügbar.

  • Der primäre und der sekundäre Server müssen für die Avaya-Cloud-Kontoautorisierung dieselben Konfigurationen aufweisen. Wenn die Avaya-Cloud-Kontoautorisierung auf dem primären Server aktiviert ist und Sie sich per Avaya-Cloud-Kontoautorisierung angemeldet haben, verwenden Sie während des Failover für die Anmeldung beim sekundären Server dieselben Anmeldedaten.

Unterstützte Netzwerkkonfigurationen

Telefonresilienz wird zwischen allen IP Office-Systemen unterstützt, die über eine IP Office-Leitung verbunden sind, deren Netzwerkebene auf SCN festgelegt ist. Dies schließt das Failover von einem IP500 V2-System zu einem anderen IP500 V2-System ein.

Für Server Edition-Bereitstellungen wird das Failover zwischen allen Knoten in der Lösung unterstützt.

Resilienz kann durch Angeben eines Standorts einer eindeutigen IP-Adresse für das Reservesystem konfiguriert werden.