Remote Worker kann die Verbindung von unterstützten IP-Telefonen und Client-Anwendungen remote über IP Office herstellen. Hierfür muss in IP Office kein VPN-Concentrator vorhanden sein.
Ist die Remote Worker-Funktion aktiviert, können sich die IP-Telefone der Serie 9600 mit H.323-Firmware oder SIP J100 mit IP Office verbinden, selbst wenn das System auf einem NAT-Router gehostet wird. Dasselbe gilt für unterstützte Client-Anwendungen (siehe Unterstützte SIP-Endpunkte). Die Telefone bzw. Anwendungen werden in IP Office auf die gleiche Weise überprüft, wie in einem privaten Netzwerk. IP Office stellt fest, ob sich der Benutzer außerhalb des privaten Netzwerks befindet, und leitet den VoIP RTP-Traffic über den NAT-Router.
Die folgenden Telefone der Serie 9600 werden unterstützt:
9620, 9630, 9640, 9650
Hinweis:
H.323-Signale und die Medienübertragung sind nicht verschlüsselt. Allerdings wird über das selbst entwickelte Binärformat ein Grundmaß an Verschlüsselung erzielt.
9608, 9611, 9621, 9641
Hinweis:
H.323-Signale und der Datenverkehr können mit TLS bzw. SRTP verschlüsselt werden.
Die folgenden SIP-Telefone werden unterstützt:
IP-Telefone der Serie Avaya J100:
J129 (Standard-SIP-Telefon)
J139, J159,J169,J179, J189 (Telefone mit SIP-Funktion)
Avaya Vantage™ Version 2.2: K165, K175 und K155
Avaya Vantage™ Version 3.0 und höher: K175 und K155
Avaya Workplace-Client-Plattformen:
Avaya Workplace-Client für Windows
Avaya Workplace-Client für Android
Avaya Workplace-Client für Mac
Avaya Workplace-Client für iOS
B179
B199
Um über das private Remote-Netzwerk eine Verbindung zu IP Office herzustellen, müssen die Remote-IP-Telefone bzw. Client-Anwendungen so konfiguriert werden, dass die öffentliche IP-Adresse des NAT-Routers erkannt wird, auf dem IP Office gehostet wird. Auf konfigurierbaren Ports muss die Weiterleitung an IP Office eingestellt werden. Damit die Telearbeiter-Funktion eine Verbindung herstellen kann, muss für IP Office eine gültige öffentliche IP-Adresse konfiguriert werden. Die öffentliche IP-Adresse kann statisch konfiguriert sein oder dynamisch über einen STUN-Server gefunden werden.
Administratoren aktivieren die Remote Worker-Funktion mit IP Office Manager. Für die Remote Worker-Funktion muss eine Essential Edition-Lizenz installiert sein. Die Essential Edition-Lizenz enthält 4 Remote Worker-Lizenzen.
Sollen weitere Remote Worker konfiguriert werden, müssen diese mit den Benutzerprofilen Teleworker oder Power User lizenziert und konfiguriert werden.
Hinweis:
Auf Server Edition-Systemen wird Remote Worker für alle Benutzerprofile unterstützt (Basic User, Office Worker und Power User).
Abbildung : 1. Remote Worker-Interaktionen
SIP-Telefone mit Avaya SBC
Der Avaya Session Border Controller (Avaya SBC) befindet sich am Rand des Kundennetzwerks und verfügt über interne und externe IP-Schnittstellen. Mithilfe dieser IP-Schnittstellen kann Avaya SBC als Gateway für den eingehenden und ausgehenden SIP-Datenverkehr des Netzwerks verwendet werden. Bei der internen Nutzung registrieren sich SIP-Clients direkt bei IP Office. Bei der externen Nutzung verbinden sich SIP-Clients mit dem Avaya SBC. Dies erfolgt über Split DNS, das die FQDNs automatisch auf die interne IP-Adresse der IP Office-Instanz oder die öffentliche IP-Adresse des Avaya SBC auflöst, je nach aktuellem Standort der Clients. Neben seiner Funktion als Gateway bietet der Avaya SBC außerdem Schutz vor externen SIP-basierten Angriffen. Für den Datenschutz im öffentlichen Internet müssen auf der Telearbeiter-Seite des Avaya SBC die empfohlenen TLS-Werte für die Signalisierung und die empfohlenen SRTP-Werte für die Medienverschlüsselung verwendet werden, sofern diese von den Endpoints unterstützt werden.
Die folgenden Endpunkte werden als IP Office Remote Worker in Avaya SBC unterstützt
IP-Telefone der Serie Avaya J100:
J129 (Standard-SIP-Telefon)
J139, J159, J169, J179, J189 (Telefone mit SIP-Funktion)
Avaya Vantage™ Version 2.2: K165, K175 und K155
Avaya Vantage™ Version 3.0 und höher K175 und K155