Bevor Sie mit der Bearbeitung der IP Office-Konfigurationseinstellungen beginnen, ist es wichtig zu verstehen, wie diese Einstellungen im System gespeichert und verwendet werden.
Die Steuereinheit speichert Kopien der Konfiguration sowohl im internen Flash-Speicher als auch im Arbeitsspeicher (RAM). Zudem wird eine Kopie auf der System-SD-Karte gespeichert (IP500 V2).
Die Kopien im Flash-Speicher und auf der System-SD-Karte bleiben auch dann erhalten, wenn die Stromzufuhr der Steuereinheit unterbrochen wird. Beim Startvorgang lädt das System die auf der System-SD-Karte gespeicherten Konfigurationsdaten in den RAM-Speicher. Bei anderen Systemen wird die Konfiguration aus dem Flash-Speicher in den RAM-Speicher geladen. Die Kopie im Arbeitsspeicher wird dann zur Steuerung des IP Office-Systembetriebs verwendet.
Wenn das IP500 V-System ein Problem bei der Verwendung der Konfigurationsdatei auf seinen System-SD-Karten oder in seinem /primary-Ordner feststellt, versucht es, die Kopie vom Flash-Speicher zu verwenden. Weitere Informationen zum IP500 V2-Startvorgang und zur Verwendung der SD-Karte finden Sie im Installationshandbuch für IP Office.
Benutzeraktionen wie das Ändern des Weiterleitungsziels oder des Mailbox-Passcodes werden in die Konfiguration im Arbeitsspeicher geschrieben.
Mithilfe von Manager vorgenommene Änderungen werden in die Konfiguration im Flash-Speicher geschrieben. Danach werden Kopien in den Arbeitsspeicher und die System-SD geschrieben.
Zwischen 00:00 und 00:30 erfolgt die tägliche Sicherung, bei der die Konfiguration im Arbeitsspeicher des Systems zurück in den Flash-Speicher und bei IP500 V2-Systemen auf die System-SD-Karte geschrieben wird. Bei IP500 V2-Systemen kann der Inhalt des Ordners /primary der Systemspeicherkarten auch automatisch in den Ordner /backup kopiert werden. Dazu muss die Option System | System | Automatische Sicherung aktiviert werden.
Wenn das System mit der richtigen Methode heruntergefahren wird, wird die Konfiguration aus dem Arbeitsspeicher in den Flash-Speicher und auf die System-SD-Karte gespeichert.
Manager verwenden
Beachten Sie folgende Punkte, wenn Sie die Konfigurationseinstellungen mit Manager bearbeiten:
Manager empfängt die aktuellen Konfigurationseinstellungen aus dem Arbeitsspeicher. Deshalb sind alle Änderungen, die der Benutzer bis zu diesem Zeitpunkt vorgenommen hat, in der Konfiguration bereits enthalten. Spätere Änderungen sind dagegen nicht enthalten.
Beim Zurücksenden der Konfigurationseinstellungen an IP Office stehen in Manager zwei Optionen zur Auswahl: "Neustart" und "Zusammenführen".
Mit der Option "Neustart" wird die Konfiguration zusammen mit einer Neustart-Anweisung in den Flash-Speicher des IP Office-Systems übertragen. Nach dem Neustart wird die neue Konfiguration aus dem Flash-Speicher in den Arbeitsspeicher kopiert und verwendet.
Mit der Option "Zusammenführen" wird die Konfiguration in den Flash-Speicher des Systems übertragen, es wird jedoch kein Neustart ausgeführt. IP Office kopiert dann die Änderungen, die zusammenführbar sind, in den Arbeitsspeicher. Hier ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Konfigurationseinstellungen zusammengeführt werden können.
Merken Sie sich also Folgendes:
Änderungen, die von Benutzern vorgenommen werden, nachdem eine Konfiguration in Manager geladen wurde, gehen möglicherweise verloren, wenn die Konfiguration von Manager zurückgesendet wird. Daher empfiehlt es sich, immer eine kürzlich empfangene Kopie der Konfiguration zu bearbeiten, und keine Konfiguration, die eine Zeitlang geöffnet war.
Bei dem Versuch, nicht zusammenführbare Änderungen zusammenzuführen, werden diese Elemente in den Flash-Speicher geschrieben, jedoch nicht in den Arbeitsspeicher kopiert. Beim täglichen Backup-Vorgang werden diese Elemente dann mit den aus dem Arbeitsspeicher kopierten Elementen überschrieben. Wenn aufgrund einer Unterbrechung der Stromzufuhr ein Neustart durchgeführt wird, werden die Elemente in den Arbeitsspeicher geschrieben.