Über Verrechnungscodes werden im Allgemeinen die Kosten und Einschränkungen für ausgehende Gespräche gesteuert. IP Office kann Verrechnungscodes auf verschiedene Art und Weise verwenden.
Beim Tätigen von Anrufen können Benutzer freiwillig einen Verrechnungscode eingeben.
Bei Telefonen, die programmierbare Tasten unterstützen, können Benutzer dies über die Schaltfläche Verrechnungscode-Eintrag tun.
Ein Funktionscode, der auf Verrechnungscode festgelegt ist, kann auch verwendet werden, um einen Verrechnungscode einzugeben, bevor ein Anruf getätigt wird.
Wenn die für einen ausgehenden Anruf gewählte Nummer mit einem Funktionscode übereinstimmt, der auf Erzwungener Verrechnungscode festgelegt ist, muss der Benutzer einen gültigen Verrechnungscode eingeben, um den Anruf fortzusetzen.
Individuelle Benutzer können auf Erzwungener Verrechnungscode festgelegt werden (). Sie müssen dann einen Verrechnungscode für ausgehende externe Anrufe eingeben.
Eingehende Anrufe können außerdem mit einem Verrechnungscode verknüpft werden, indem die in den Verrechnungscode-Einstellungen gespeicherte Anrufer-ID abgeglichen wird. Dieser Verrechnungscode wird dann in das SMDR-Anrufprotokoll des Anrufs aufgenommen.
Wenn ein Verrechnungscode während eines Anrufs eingegeben wird:
IP Office überprüft den eingegebenen Code auf Übereinstimmung mit den in seiner Konfiguration festgelegten Verrechnungscodes. Bei Anrufen mit erzwungenem Verrechnungscode ist der Anruf erst dann zulässig, wenn ein gültiger Code eingegeben wurde.
Wenn der Code gültig ist, wird er in die Informationsausgabe des SMDR-Anrufprotokolls des Systems aufgenommen.
Der bei einem Anruf verwendete Verrechnungscode ist nicht im persönlichen Anrufprotokoll des Benutzers enthalten. Dies bedeutet, dass die Kontokennung bei Verwendung von Wahlwiederholungsfunktionen nicht neu eingegeben wird.
Wenn während eines Anrufs mehr als ein Verrechnungscode eingegeben wird, wird nur der zuletzt eingegebene Code in das SMDR-Anrufprotokoll aufgenommen.
Ein IP Office-System kann bis zu 1500 konfigurierte Verrechnungscodes unterstützen.
Platzhalter können in den konfigurierten Verrechnungscodes verwendet werden, um den unterstützten Bereich zu erweitern. Ein einzelner Verrechnungscode-Eintrag 9?? ermöglicht beispielsweise das Wählen einer beliebigen Nummer zwischen 900 und 999, die als gültiger Verrechnungscode behandelt werden kann.
Standardmäßig werden in Server Edition/Select-Netzwerken Verrechnungscodes auf Netzwerkebene konfiguriert und automatisch in der Konfiguration aller Systeme im Netzwerk repliziert. Das heißt, das Limit für 1500 Verrechnungscodes gilt für das gesamte Netzwerk. Sie können nur auf Konfigurationsebene der einzelnen Systeme eingesehen und bearbeitet werden, falls Konsolidierung aufzeichnen deaktiviert ist. Siehe Datensatzkonsolidierung.