IP-Routen konfigurieren

Zuletzt aktualisiert : Aug 02, 2024 |

Das IP Office-System fungiert als Standard-Gateway für seine DHCP-Clients. Sie können auch IP Office als Standard-Gateway für statisch adressierte Geräte im selben Subnetz wie IP Office angeben. Wenn diese Clients und Geräte Daten an eine IP-Adresse in einem anderen Subnetz senden möchten, senden sie diese Daten zur Weiterleitung an das IP Office-System.

  • Statische IPv4-Routen

    Bei IPv4-Datenverkehr kann IP Office mithilfe der Konfigurationseinstellungen System > IP-Route bestimmen, wohin der Datenverkehr weitergeleitet werden soll. Sie können Folgendes als Ziele für statische Routen in IP Office konfigurieren:

    • LAN1 – Leitet den Datenverkehr an das IP Office-System LAN1 weiter.

    • LAN2 – Leitet den Datenverkehr an das IP Office-System LAN2 weiter.

    • Dienst – leitet den Datenverkehr an einen Dienst in der IP Office-Konfiguration weiter. Die Diensteinstellungen definieren die Details für die Verbindung mit einem Remote-Datendienst.

    • Tunnel – leitet den Datenverkehr an einen IPSec- oder L2TP-Tunnel in der IP Office-Konfiguration weiter.

    Das IP Office-System bietet zwei Verfahren zum Definieren einer Standardroute für IP-Datenverkehr, der nicht mit anderen angegebenen Routen übereinstimmt.

    • Standarddienst – In den Einstellungen für Dienste kann ein Dienst als Standardroute (Dienst | Dienst ) festgelegt werden.

    • Standard-IP-Route – Sie können einen IP-Routendatensatz mit einer leeren IP-Adresse, einer leeren IP-Maske und dem für den Standardverkehr erforderlichen Ziel erstellen.

  • Statische IPv6-Routen

    Linux-basierte Systeme mit IP Office R12.1 können IPv6 unterstützen. In diesem Fall können Sie statische Routen für IPv6-Datenverkehr mithilfe der Konfigurationseinstellungen System > IP-Route (IPv6) konfigurieren.

  • IPv4 Dynamic Routes (RIP)

    IP500 V2 IP Office-Systeme können RIP (Routing Information Protocol) unterstützen. IP Office kann mit RIP automatisch Routen für Datenverkehr von anderen Routern erlernen, die ebenfalls RIP unterstützen.

    • Standardmäßig überschreiben statische Routen, die in der IP Office-Konfiguration eingegeben wurden, alle dynamischen Routen, die mit RIP gelernt wurden. Die Einstellung RIP-Routen statischen Routen vorziehen (System > System) steuert dieses Verhalten.

Dynamisches Routing mit RIP

Router in einem Netzwerk können das Routing Information Protocol (RIP) verwenden, um automatisch Details zu den bekannten Routen bekanntzugeben. Dadurch kann jeder Router automatisch neue Netzwerkgeräte zu seiner Routing-Tabelle hinzufügen.

  • Jeder Router-zu-Router-Verbindung ist ein „Hop“. Die Routing-Tabelle kann Routen mit bis zu 15 Hops enthalten. Wenn mehr als eine Route zu einem Ziel vorhanden ist, fügt IP Office die Route mit der niedrigsten Metrik (Anzahl der Hops) zur Routing-Tabelle hinzu.

  • Wenn eine vorhandene Route nicht verfügbar ist, setzt der Router nach 5 Minuten ein Kennzeichen, dass sie „endlos“ ist (16 Hops erfordert). Der Router signalisiert dies dem Netzwerk und entfernt dann die Route aus seiner Routing-Tabelle.

  • Das IP Office-System verwendet auch „Split Horizon“ und „Poison Reverse“, um Routen zu verhindern, die Schleifen erzeugen.

  • RIP ist ein einfaches Verfahren zur automatischen Freigabe und Aktualisierung von Routen innerhalb kleiner, homogener Netzwerke. Damit können Router alternative Routen bekanntgeben, wenn eine vorhandene Route fehlschlägt. Innerhalb eines großen Netzwerks kann der Austausch von Routing-Informationen alle 30 Sekunden zu übermäßigem Datenverkehr führen. Darüber hinaus ist die Routing-Tabelle von IP Office auf 100 statische, dynamische und interne Routen beschränkt.

  • Wenn eine statische Route und eine dynamische Route zum selben Ziel dieselbe Metrik haben, verwendet IP Office die statische Route.

  • RIP enthält keine Broadcast-Routen (255.255.255.255) bzw. Multicast-Routen (224.0.0.0).