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Zuletzt aktualisiert : Apr 30, 2016 |

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Verhalten bei „Dienst nicht verfügbar“

Ein Proxy-Server gilt als Aktiv, wenn das IP Office-System eine Antwort auf eine der Nachrichten INVITE, REGISTER oder OPTIONS erhalten hat.

Lautet die Antwort des Proxy-Servers 503 – Service nicht verfügbar, gilt er als Aktiv – Wartung. In diesem Fall gilt Folgendes:

  • Wenn die Antwort 503 – Service nicht verfügbar als Antwort auf eine INVITE-Anfrage ausgegeben wurde:

    • Wenn Anrufe an Registrierungen gebunden sind (Rufleitung über Registrar aktiviert) und andere Proxy-Server verfügbar sind, sollten die gebundenen Registrierungen eine Un-REGISTER-Anfrage senden und versuchen, sich über eine REGISTER-Anfrage bei einem anderen Proxy-Server zu registrieren. Der Anruf schlägt fehl und als Grund wird ein temporärer Fehler angegeben.

    • Wenn die Anrufe nicht gebunden sind, sollte sofort eine INVITE-Anfrage gesendet und ein anderer Proxy-Server ausprobiert werden.

  • Wenn die Antwort 503 – Service nicht verfügbar als Antwort auf eine REGISTER-Anfrage ausgegeben wurde:

    • Wenn andere Proxy-Server verfügbar sind, sollte diese Registrierung eine Un-REGISTER-Anfrage senden und versuchen, sich mit einer REGISTER-Anfrage bei einem anderen Proxy-Server zu registrieren.

    • Wenn die Option Explizite(r) DNS-Server konfiguriert wurde, sollte eine DNS-Anfrage gesendet werden, um zu überprüfen, ob der Proxy-Server aus der Liste der verfügbaren Server entfernt wurde.

Ein Proxy-Server mit dem Status Aktiv - Wartung sollte nicht für neue Vorgänge (INVITE oder REGISTER) verwendet werden bis Folgendes eintritt:

  • Die DNS-Anfragen ändern sich, was heißt, dass ein Proxy-Server aktiv wurde.

  • Die Konfiguration bietet keine bessere Option. In diesem Fall sollte es eine Einschränkung geben und dafür gesorgt werden, dass nicht mehr als fünf erfolglose Anfragen innerhalb einer Minute gesendet werden.

  • Eine Konfigurationszusammenführung hat stattgefunden, wobei die ITSP-Proxyadresse geändert wurde.

  • Es sind 10 Minuten vergangen.

Verhalten bei ausbleibender Antwort

Ein Proxy-Server, der nicht antwortet (UDP), wird gekennzeichnet, wenn drei Anfragen gesendet und nicht beantwortet wurden. Dies ist normalerweise innerhalb eines einzigen INVITE-Vorgangs der Fall.

Achten Sie darauf, ob der Grund dafür in einem lokalen Netzwerkfehler liegt oder daran, dass der Proxy-Server außer Betrieb ist. Höchstwahrscheinlich handelt es sich um einen lokalen Fehler. Daher sollten Sie nichts weiter tun, sofern kein anderer Verkehr von einem anderen Proxy-Server empfangen wird, während der Proxy noch nicht antwortet. Im Status wird angegeben, dass der Server „wahrscheinlich“ nicht antwortet.

Wenn spezielle DNS-Server konfiguriert wurden, sollte eine DNS-Anfrage gesendet werden, um zu überprüfen, ob der Proxy-Server aus der Liste der verfügbaren Server entfernt wurde.

Wenn möglich, sollten gleichzeitig Anfragen an den problematischen Server und einen anderen Proxy-Server gesendet werden.

Der Server gilt als nicht antwortend, wenn er auf Dauer nicht antwortet, während andere Server antworten, oder wenn er nicht antwortet und nicht mehr in der DNS-Anzeige aufgelistet wird.

Wenn der Server als „wahrscheinlich nicht antwortend“ geführt wird, sollte eine INVITE-Anfrage an einen anderen Proxy-Server gesendet werden, während aber weiterhin eine Nachricht auch an diesen Server gesendet wird. So lässt sich herausfinden, ob er tatsächlich nicht antwortet oder ob es lokale Netzwerkprobleme gibt. Es ist jedoch nicht nötig, den Proxy auf eine schwarze Liste zu setzen.

Wenn er definitiv nicht antwortet:

  • Wenn andere Proxy-Server verfügbar sind, sendet diese Registrierung nur eine Un-REGISTER-Anfrage und versucht, sich mit einer REGISTER-Anfrage bei einem anderen Proxy-Server zu registrieren. Anrufe sollten nicht automatisch gelöscht werden.

  • Wird eine SIP-Nachricht vom Server erhalten, sollte der Status automatisch auf „Aktiv“ gesetzt werden.

  • Dieser Proxy-Server sollte gekennzeichnet werden, wenn keine besseren Optionen verfügbar sind. Während er gekennzeichnet ist, ist nur ein Vorgang alle zehn Minuten erlaubt.

  • Selbst wenn er nicht gekennzeichnet ist, sollte es eine Einschränkung geben und dafür gesorgt werden, dass nicht mehr als fünf erfolglose Anfragen innerhalb einer Minute gesendet werden.

Konfigurationseinstellungen

Die Einstellungen ITSP-Proxyadresse und Rufleitung über Registrar sind zusammenführbar. Zum Ändern der verbleibenden Einstellungen ist ein „Zusammenführen mit Dienstunterbrechung“ erforderlich. Wenn die Konfigurationsdatei an das System gesendet wird, wird die SIP-Amtsleitung neu gestartet und alle Anrufe in der Leitung werden unterbrochen.

Feld

Beschreibung

ITSP-Proxyadresse

Standard = Leer

Dies ist die SIP-Proxy-Adresse für ausgehende SIP-Anrufe. Die Adresse kann auf folgende Arten bestimmt werden:

  • Wenn das Feld leer gelassen wird, wird der ITSP-Domänenname verwendet und über die DNS-Auflösung aufgelöst, als wäre wie unten beschrieben eine DNS-Adresse angegeben worden.

  • Eine IP-Adresse.

  • Eine Liste von bis zu vier IP-Adressen, die durch Komma oder Leerzeichen voneinander getrennt sind.

    • Die Adressen können auch einen Hinweis auf die relative Anrufgewichtung jeder Adresse im Vergleich zu den anderen enthalten. Dies geschieht durch Hinzufügen eines w N-Suffix zur Adresse, wobei N der Gewichtungswert ist. Beispiel: In der Liste 213.74.81.102w3 213.74.81.100w2 werden der ersten Adresse 1,5 mal so viele Anrufe zugewiesen wie der zweiten. Die Standard-Gewichtung ist 1, sofern nicht anders angegeben. Mit einer Gewichtung von 0 kann eine Adresse deaktiviert werden. Eine Gewichtung ist nur für ausgehende Anrufe möglich.

      Wenn mehr als ein Proxy definiert ist und es keine Gewichtungsindikation gibt, werden Anrufe nur an den ersten in der Liste gesendet, bis es zu einem Fehler kommt. Dann wird der nächste Proxy verwendet.

    • Wenn die Einstellung Rufleitung über Registrar aktiviert ist, wird die Gewichtung auf die Registrierung, nicht auf die Anrufe, angewandt.

  • Eine DNS-Adresse, z. B. sbc.beispiel.com.

    • Die DNS-Antwort kann auch mehrere Proxy-Adressen ausgeben (RFC 3263). In diesem Fall entscheidet IP Office auf Grundlage von Priorität, TTL und Gewichtung, an welche Adresse ein Anruf geleitet wird.

    • Es kann ein Kürzel für die Lastverteilung vorangestellt werden, um anzugeben, dass wenn möglich mehrere Proxy-Ergebnisse angegeben werden sollten. Beispiel: sbc.beispiel.com(N), wobei N ein Wert von 1 bis 4 ist und für die Anzahl der erforderlichen Adressen steht.

Dieses Feld ist zusammenführbar. Es sollten jedoch nie mehr als vier IP-Adressen gleichzeitig verwendet werden. Wenn also die neuen und alten Adresseinstellungen zusammen mehr als vier ergeben, werden die zusätzlichen neuen Adressen erst genutzt, wenn Vorgänge auf alten Adressen abgeschlossen wurden.

Netzwerkkonfiguration

Layer-4-Protokoll

Standard = UDP.

Die Optionen sind: TCP, UDP oder TLS.

  • TLS-Verbindungen unterstützen die folgenden Verschlüsselungen: TLS_RSA_WITH_AES_128_CBC_SHA, TLS_RSA_WITH_AES_256_CBC_SHA, TLS_DHE_RSA_WITH_AES_128_CBC_SHA und TLS_DHE_RSA_WITH_AES_256_CBC_SHA.

Netzwerktopologie-Informationen verwenden

Standard = keine.

  • LAN1 – Ordnen Sie die Leitung den Netzwerktopologie- und DiffServ-Einstellungen-Einstellungen von IP Office LAN1 zu.

    • Wenn für die LAN-Schnittstelle keine STUN-Serveradresse festgelegt ist, wird Bindungs-Aktualisierungszeit beim Berechnen des Timings für regelmäßige OPTIONS-Nachrichten ignoriert, es sei denn, Firewall-/NAT-Typ ist auf Offenes Internet festgelegt.

  • LAN2 – Wie oben, aber mit den Einstellungen von IP Office LAN2.

  • Keine – Wenn diese Option ausgewählt ist, wendet IP Office keine STUN-Suche an. Die IP-Routingtabellen des IP Office-Systems bestimmen das Routing für die Leitung.

Sendeport

Wenn das Layer-4-Protokoll auf TLS festgelegt ist, ist der Standardport 5061. Wenn TCP oder UDP festgelegt ist, ist der Standardport 5060.

Überwachungsport

Wenn das Layer-4-Protokoll auf TLS festgelegt ist, ist der Standardport 5061. Wenn TCP oder UDP festgelegt ist, ist der Standardport 5060.

Explizite(r) DNS-Server

Standardwert = 0.0.0.0 (Aus)

Wenn bestimmte DNS-Server für SIP-Amtsleitungen genutzt werden sollen und nicht der allgemeine DNS-Server für das IP Office-System, können die entsprechenden Serveradressen hier angegeben werden. Beim Export oder Import als Teil einer Amtsleitungsvorlage.

Rufleitung über Registrar

Standard = Ein

Wenn diese Option ausgewählt wird, werden alle Anrufe über den Proxy-Server, der auch für die Registrierung verwendet wird, geroutet. Wenn mehrere ITSP-Proxy-Adressen spezifiziert sind, gibt es keinen Lastausgleich der Registrierungen.

Eigener Registrar

Standard = Leer

In diesem Feld kann die Adresse des SIP-Registrars angegeben werden, wenn sie sich von der des SIP-Proxy-Servers unterscheidet. Die Adresse kann als IP-Adresse oder als DNS-Name angegeben werden.