Remote-Zugriff

Zuletzt aktualisiert : Apr 26, 2023 |

IP Office unterstützt den Fernzugriff für eingehende Datenverbindungen auf Amtsleitungen.





Um den Fernzugriff durchzuführen, wird ein eingehender Anruf über die folgenden Elemente der IP Office-Konfiguration weitergegeben.





  • Weiterleitung eingehender Anrufe Eine Weiterleitung eingehender Anrufe wird verwendet, um eingehende Fernzugriffanrufe zu identifizieren und an einen RAS-Dienst zu übergeben.

  • RAS-Dienst Der RAS-Dienst definiert Einstellungen für die Verfahren beim Datenverkehr, die für den Anruf verwendet werden können.

  • Benutzer Der Benutzer definiert den Namen und das Kennwort, also die Angaben, die für den RAS-Dienst erforderlich sind. Der Benutzer muss die Einstellung "Einwahl erlauben" aktiviert haben. Die Einstellung R auf der Ausgangsnummern-Registerkarte des Benutzers kann verwendet werden, um die ICLID zu definieren, über die RAS-Anrufe akzeptiert werden.  

  • Zeitprofil Über die Benutzereinstellungen können Sie ein Zeitprofil angeben. Anhand des Zeitprofils wird gesteuert, wann der Fernzugriff zulässig ist.  

  • Firewall-Profil Über die Benutzereinstellungen können Sie ein Firewall-Profil angeben. Anhand des Firewall-Profils wird gesteuert, welcher Verkehr über die Fernzugriffverbindung zulässig ist.

  • Statische NAT Das System unterstützt die Verwendung von Statischen NAT-Einträgen in Firewall-Profilen. Diese werden benutzt, um externen IP-Adressen interne IP-Adressen zuzuordnen.

  • System | LAN IP Office kann DHCP-Unterstützung für Fernzugriffsverbindungen bereitstellen, wenn der Server- oder der Einwahlmodus aktiviert ist.  Alternativ dazu kann der Fernzugriffclient eine statische IP-Adresse im Subnetz von IP Office verwenden.

  • IP-Route Wenn der Fernzugriffclient eine IP-Adresse verwendet, die aus einem anderen Subnetz von IP Office stammt, ist für die Rückgabe von Daten eine IP-Route erforderlich. Als Ziel wird der RAS-Dienst angegeben.

Beispiel für ISDN-Fernzugriff





Erstellen eines Benutzers Folgende Informationen sind erforderlich:

  • In der Registerkarte Benutzer: Geben Sie einen Namen und ein Kennwort ein. Es wird hierbei zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden. Gehen Sie sorgfältig mit Kennwörtern um, da es sich um eine Fernzugriffsverbindung auf Ihr Netzwerk handelt.

  • In der Registerkarte Einwahl: Achten Sie darauf, dass Einwahl markiert ist. Die Angaben zum Firewall-Profil und Zeitprofil sind optional.

Erstellen eines RAS-Eintrags  

In der Registerkarte RAS: Sie müssen den gleichen Namen wie für den zuvor erstellten Benutzer eingeben. Auch hier wird die Groß-/Kleinschreibung beachtet.

Erstellen einer Weiterleitung für eingehende Anrufe  

  • Setzen Sie die Option Trägerpotenzial auf Alle Daten.

  • Wählen Sie in der Dropdown-Liste Zielrufnummer den zuvor erstellten RAS-Eintrag aus.

  • Welche Werte Sie in andere Felder eingeben, hängen davon ab, ob der Remote-Benutzer auf einer bestimmten Leitung, unter einer bestimmten Nummer oder über eine festgelegte ICLID anruft.

  1. Ist eine IP-Rückroute erforderlich? Fahren Sie mit Punkt 5 fort.

  2. Erstellen einer IP-Route (Optional) Wenn der Remote-Benutzer über eine IP-Adresse verfügt, die nicht zur gleichen Domäne wie die IP Office-Adresse gehört, ist eine IP-Route für den Datenrückfluss erforderlich. Dies ist nicht erforderlich, wenn für die DFÜ-Verbindung des Remote-Benutzers das automatische Abrufen einer IP-Adresse aktiviert ist und der DHCP-Modus von IP Office auf Server oder Einwahl eingestellt ist.

    • Geben Sie die IP-Adresse und die IP-Maske des Remote-Systems ein.

    • Wählen Sie in der Dropdown-Liste Zielrufnummer den zuvor erstellten RAS-Eintrag aus.

Beispiel für analogen Fernzugriff





Die Konfiguration zum Herstellen einer Verbindung über den Anruf eines analogen Modems ähnelt den Schritten im ISDN-Beispiel. IP Office muss jedoch für das Annehmen von Anrufen über Modems aktiviert sein. Dies ist mit Hilfe der folgenden Methoden möglich:

  • Modus für Analog-Amtsleitungsmodem Bei Systemen mit einer analogen Leitungskarte kann die erste Analogleitung für die Annahme von Anrufen über analoge Modemverbindungen (V.32) eingerichtet werden. Hierfür muss die Option Modem aktiviert in den Einstellungen für die Analogleitung oder über den Standard-Funktionscode *9000* aktiviert werden.  

  • IP500 ATM4 Uni Trunk Card Modem Support Es ist nicht erforderlich, den Modemport der Karte ein-/auszuschalten. Die V32-Modemfunktion der Leitungskarte ist einfach über Routing einer Modemanrufs zu einer RAS-Dienst-Nebenstellennummer verfügbar. Der Modemanruf muss nicht die erste analoge Leitung verwenden. Stattdessen bleibt der Port für Sprachanrufe verfügbar.

Wenn ein analoges Modem verwendet wird, sollte die Option Trägerpotential des verwendeten Weiterleitungen eingehender Anrufe auf Alle Voice gesetzt werden.