Zuletzt aktualisiert : Apr 30, 2016 |

Die in der Systemkonfiguration angezeigten Leitungseinstellungen ändern sich in Abhängigkeit von den in der Steuereinheit installierten oder über externe Erweiterungsmodule hinzugefügten Amtsleitungskarten.

Warnung:

Ändern der Amtsleitungskarten – Wenn Sie die in einer Steuereinheit installierte Amtsleitungskarte ändern, erhalten Sie Leitungseinstellungen sowohl für die alte als auch für die aktuell installierte Leitungskarte. Um den Typ der Amtsleitungskarte in einem bestimmten Steckplatz zu ändern, muss die Konfiguration auf die Standardwerte zurückgesetzt werden. Dies gilt nicht, wenn Sie eine vorhandene Karte durch eine Karte mit höherer Leistung ersetzen oder eine Amtsleitungskarte in einem bislang ungenutzten Steckplatz installieren.

Routing eingehender Amtsleitungsanrufe

Querverbindungen werden als extern oder Amtsleitung kategorisiert. Der Leitungstyp beeinflusst die Methode, mit der IP Office auf dieser Leitung empfangene Anrufe leitet, sowie die Leitung der Anrufe auf diese Leitung.

Amtsleitungstypen

Weiterleitung eingehender Anrufe nach

Externe Amtsleitungen

  • Analoge Amtsleitungen

  • T1 Robbed-Bit

  • E1R2

  • ISDN BRI (ausgenommen So)

  • ISDN PRI T1

  • ISDN PRI E1

  • SIP

  • Eingehende Anrufe werden durch Abgleich der Anrufdetails mit den Einstellungen der Routings eingehender Anrufe des Systems weitergeleitet.

  • Leitungsfunktionscodes werden nicht verwendet.

Interne Amtsleitungen

  • QSIG (T1, E1 oder H.323)

  • BRI So

  • H.323

  • SCN

  • SM

  • IP Office-Leitung

Eingehende Anrufe werden für die Weiterleitung eingehender Anrufe in der folgenden Reihenfolge abgeglichen:

  • Nebenstellennummer.

  • Leitungs-Funktionscodes (ausschließlich ?-Funktionscode).

  • System-Funktionscodes (ausschließlich ?-Funktionscode).

  • Leitungs-?-Funktionscode.

  • System-?-Funktionscode.

Leitungsgruppen

Jede IP Office-Amtsleitung (bzw. in einigen Fällen einzelne Leitungskanäle) können mit einer Eingehende Gruppennummer und Ausgehenden Gruppennummer konfiguriert werden. Diese Gruppen-IDs werden wie folgt eingesetzt:

  • Routing eingehender Anrufe – Bei auf externen Amtsleitungen eingehenden Anrufen ist die eingehende Gruppen-ID der Amtsleitung einer der Faktoren zum Abgleichen des Anrufs mit einer der konfigurierten Routings eingehender Anrufe.

  • Funktionscodes – Beim Wählen, bei dem ein für eine Wähl-Funktion festgelegter Funktionscode verwendet wird, kann die Leitungsgruppen-ID des Funktionscodes entweder ein ARS-Formular anzeigen oder die Verwendung einer Amtsleitung, die auf dieselbe Ausgehende Gruppen-ID festgelegt ist. Falls der Anruf auf ein ARS-Formular geleitet wird, werden die Funktionscodes im ARS-Formular die zu verwendenden Leitungen durch Abstimmung mit der Ausgehenden Gruppennummer vorgeben.

Ungenutzte Amtsleitungen entfernen

Wenn eine Amtsleitungskarte installiert ist, die Amtsleitung jedoch physisch noch nciht angeschlossen ist, muss die Amtsleitung unbedingt in der Konfiguration deaktiviert werden. Bei den meisten Amtsleitungen wird dazu die Einstellung Admin der Leitung auf Außer Betrieb gesetzt.

Das ist insbesondere bei analogen Leitungen wichtig. Ohne diese Kennzeichnung versucht das System, ausgehende Anrufe über diese Leitung weiterzuleiten. Wenn die Anzahl der abonnierten Kanäle geringer ist als die vom Leitungstyp unterstützte, sollten die nicht abonnierten Kanäle ebenfalls deaktiviert werden.

Taktqualität

Anrufe zwischen Systemen mit digitalen Amtsleitungen (zum Beispiel E1, E1R2, T1 PRI und BRI) erfordern ein Synchronisationssignal. Das System versucht, dieses Synchronisationssignal über eine seiner digitalen Querverbindungen von der PSTN-Vermittlung zu erhalten. Dafür wird die Einstellung Taktquelle dieser Leitung auf Netzwerk gesetzt. Bei mehreren Leitungen zu öffentlichen Vermittlungen kann eine weitere Amtsleitung als Ausweichleitung eingerichtet werden, sollte das primäre Synchronisationssignal ausfallen. Die anderen Leitungen sollten auf Ungeeignet gesetzt werden.