Zuletzt aktualisiert : Apr 30, 2016 |

ARS (Alternate Route Selection, Alternative Routenwahl) löst das in früheren Versionen von IP Office eingesetzte LCR (Least Cost Routing – Günstigste Verbindung) ab. Außerdem ist es dadurch nicht mehr notwendig, Funktionscodes für die Weiterleitung ausgehender Anrufe in den System-Funktionscodes zu pflegen.

ARS

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Zusätzliche Konfigurationsinformationen

Dieser Abschnitt enthält die Konfigurationseinstellungen für „Alternativer Routenwahl“. Weitere Informationen zur Konfiguration finden Sie unter Konfigurieren von ARS.

Konfigurationseinstellungen

Jedes ARS-Formular enthält Funktionscodes, die zum Abgleich des Funktionscodes herangezogen werden, der die Nutzung des ARS-Formulars ausgelöst hat. Das bedeutet: Es wird die aus dem Funktionscode resultierende Telefonnummer statt der ursprünglich vom Benutzer gewählten Nummer genutzt.

Bei der Server Edition kann diese Art Konfigurationseintrag als Vorlage gespeichert werden, und es können neue Einträge aus einer Vorlage erstellt werden.

Diese Einstellungen können zusammengeführt werden. Für Änderungen an diesen Einstellungen ist kein Neustart des Systems erforderlich.

Feld

Beschreibung

ARS-Routen-ID

Der Standardwert wird automatisch zugewiesen. Gültiger Bereich = 0 bis 99999.

Bei den meisten Bereitstellungen sollte der automatisch zugewiesene Wert im Feld nicht geändert werden.

Falls eine Anpassung erforderlich ist, muss der Wert in ARS eindeutig sein und innerhalb des Bereichs der Leitungsgruppen-IDs für ausgehende Anrufe liegen.

Routenname

Standard = Leer. Bereich = bis 15 Zeichen

Der Name dient als Referenz  und wird in anderen Bereichen bei der Auswahl des zu nutzenden ARS angezeigt.

Wahlverzögerungszeit

Standard = System. Bereich = 1 bis 30 Sekunden.

Mit dieser Einstellung wird definiert, wie lange ARS auf weitere Wählziffern warten soll, bevor angenommen wird, dass der Wählvorgang abgeschlossen ist, um dann nach einem übereinstimmenden Funktionscode bei den Funktionscodes des ARS-Formulars zu suchen. Bei Festlegung auf System wird die Systemeinstellung System | Telefonie | Telefonie | Wahlverzögerungszeit verwendet.

Zweiter Wählton

Standard = Aus.

Wenn diese Einstellung aktiviert ist, spielt das System dem Benutzer einen zweiten Wählton vor. Der Ton wird im Feld darunter angegeben.

Der verwendete Ton wird entweder als Systemton (normaler Wählton) oder als Netzwerkton (zweiter Wählton) bestimmt. Beide Tonarten werden von IP Office gemäß der systemspezifischen Gebietsschemaseinstellung erzeugt. Beachten Sie, dass bei einigen Gebietsschemen der normale Wählton und der zweite Wählton identisch sind.

Wenn der zweite Wählton ausgewählt wird, gibt das ARS-Formular den Ton aus, bis es Ziffern empfängt, mit denen es den Funktionscodevergleich beginnen kann. Diese Ziffern können das Ergebnis der Nummernwahl eines Benutzers sein oder es kann sich um Ziffern handeln, die von dem Funktionscode übertragen wurden, der das ARS-Formular aufgerufen hat. Zum Beispiel mit den folgenden Systemfunktionscodes:

Bei diesem Beispiel wird die 9 von der gewählten Nummer verworfen, da sie nicht Teil der Rufnummer ist, die an das ARS-Formular übergeben wird. In diesem Fall wird ein zweiter Wählton ausgegeben, bis der Benutzer eine andere Ziffer wählt oder die Wählzeitabschaltung erfolgt.

  • Code: 9N

  • Rufnummer: N

  • Leitungsgruppennummer: 50 Main

Bei diesem Beispiel wird die gewählte 9 in die Rufnummer aufgenommen, die an das ARS-Formular übergeben wird. Dadurch wird der Einsatz des zweiten Wähltons unterdrückt, auch wenn der zweite Wählton auf dem ARS-Formular ausgewählt worden ist.

  • Code: 9N

  • Rufnummer: 9N

  • Leitungsgruppennummer: 50 Main

Benutzer-Anrufsperre prüfen

Standard = Aus

Wenn diese Option aktiviert ist, werden die Einstellung Sperre für ausgehende Anrufe und sämtliche Benutzer-Funktionscodes mit der Funktion Gesperrt geprüft, um festzustellen, ob der Anruf damit gesperrt werden soll.

Beschreibung

Standard = leer. Maximal 31 Zeichen.

In diesem Feld können Sie eine Beschreibung für den Konfigurationseintrag eingeben. Die Beschreibung wird nicht an anderer Stelle verwendet.

Im Service

Standard = Ein

Mit diesem Feld wird angeben, ob das ARS-Formular betriebsbereit ist oder nicht. Wenn es außer Betrieb ist, werden die Anrufe an das ARS-Formular umgeleitet, das im Feld Route bei Außer Betrieb angegeben ist.

Ein ARS-Formular kann mit Funktionscodes in Betrieb genommen und außer Betrieb gesetzt werden. Dazu werden die Funktionscodes ARS-Formular deaktivieren und ARS-Formular aktivieren Rufnummer und die ID der ARS-Route als Wert für den Funktionscode Rufnummer eingegeben.

Route bei „Außer Betrieb“

Standard = Keine.

Hierbei handelt es sich um das alternativ für die Anrufweiterleitung zu nutzende ARS-Formular, wenn dieses ARS-Formular nicht betriebsbereit ist.

Zeitprofil

Standard = Keine.

Die Nutzung eines ARS-Formulars kann durch ein zugeordnetes Zeitprofil gesteuert werden. Außerhalb der im Zeitprofil definierten Zeiten werden Anrufe an ein alternatives ARS-Formular geleitet, das in der Dropdown-Liste Route außerhalb der Betriebszeiten angegeben ist. Das Feld Zeitprofil kann erst nicht festgelegt werden, nachdem eine Route außerhalb der Betriebszeiten ausgewählt wurde.

Route außerhalb der Geschäftszeiten

Standard = Keine.

Hierbei handelt es sich um das alternativ für die Anrufweiterleitung zu nutzende ARS-Formular zur Weiterleitung von Anrufen außerhalb der im oben gewählten Zeitprofil definierten Betriebszeiten.

Funktionscodes

Funktionscodes im ARS-Formular werden gegen die „Telefonnummer“ abgeglichen, die von dem Funktionscode ausgegeben wurde, der den Anruf an das ARS-Formular geleitet hat. IP Office sucht dann anhand des Funktionscodes im ARS-Formular nach einer weiteren Übereinstimmung.

In ARS werden nur Funktionscodes mit folgenden Eigenschaften unterstützt: Wählen, Notruf, Sprachverbindung wählen, Dial56K, Dial64K, Dial3K1, DialVideo, DialV110, DialV120 und Besetzt.

Es können mehrere Funktionscodes mit dem gleichen Code-Feld eingegeben werden, solange sie sich in Telefonnummer und/oder Leitungsgruppennummer unterscheiden. In diesem Fall nutzt das System im Fall einer Übereinstimmung die erste Übereinstimmung, die auf eine verfügbare Route verweist.

Alternative Route Priorität

Standard = 3. Bereich = 1 (niedrig) bis 5 (hoch).

Wenn die in diesem Formular angegebenen Routen nicht verfügbar sind und ein Alternativanbieter angegeben wurde, wird diese Route genutzt, falls die Priorität des Benutzers gleich oder höher ist als der hier festgelegte Wert. Die Priorität des Benutzers wird im Formular Benutzer | Benutzer festgelegt. Der Standardwert ist 5. Wenn die Priorität des Benutzers niedriger als dieser Wert ist, kommt die Wartezeit Alternativanbieter zur Anwendung. Dieses Feld ist grau abgeblendet und wird nicht verwendet, wenn im Feld Alternativanbieter kein ARS-Formular ausgewählt wurde.

Wenn der Wählvorgang des Anrufers einem Funktionscode mit der Funktion Gesperrt entspricht, wird der Anruf nicht vom Funktionscode weitergeleitet.

Wartezeit der alternativen Route

Standardwert = 30 Sekunden. Bereich = Aus, 5 bis 60 Sekunden.

Wenn die in diesem Formular angegebenen Routen nicht verfügbar sind und ein Alternativanbieter angegeben wurde, müssen Benutzer, deren Priorität für die Nutzung der alternativen Route nicht ausreichend ist, die hier angegebene Zeitspanne abwarten. Während der Wartezeit hört der Benutzer den „Campus ein“-Ton. Wird während dieses Zeitraums eine Route frei, wird sie genutzt. Dieses Feld ist grau abgeblendet und wird nicht verwendet, wenn im Feld Alternativanbieter kein ARS-Formular ausgewählt wurde.

Alternative Route

Standard = Keine.

Dieses Feld wird genutzt, wenn die von den Funktionscodes angegebenen Routen nicht verfügbar sind. Die angegebenen Routen werden zusätzlich zu denen in diesem ARS-Formular geprüft, und die erste frei werdende Route wird genutzt.

Ursachencodes und ARS

ARS-Routing an digitale Leitungen kann durch Signale von der Leitung beeinträchtigt werden.

Die folgenden Ursachencodes bewirken, dass ARS nicht mehr auf die Leitungsgruppe abzielt (es sei denn, dies ist durch eine alternative ARS-Route festgelegt). Die Reaktion auf von der Leitung empfangene Ursachencodes is wie folgt.

Code

Ursachencode

1

Nicht zugewiesene Nummer.

2

Keine Route zum bestimmten Transit Network/(5ESS) Anrufer freigegeben.

3

Keine Route zum Ziel./(5ESS) Anrufer während des Haltens verloren.

4

Speziellen Signalton senden/(NI-2) Freier Code.

5

Falsch gewählte Leitungsvorwahl.

8

Bevorrechtigung/(NI-2) Vorwahl 0 fehlerhaft gewählt.

9

Bevorrechtigung, cct reserviert / (NI-2) Vorwahl 1 fehlerhaft gewählt.

10

(NI-2) Vorwahl 1 nicht gewählt.

11

(NI-2) Überzählige Stellen empfangen bei Anrufverarbeitung.

22

Nummer geändert.

28

Ungültiges Nummernformat.

29

Funktion zurückgewiesen.

50

Gewünschte Funktion nicht definiert.

52

Ausgehende Anrufe gesperrt.

57

Trägerpotential nicht autorisiert.

63

Dienst oder Option nicht verfügbar.

65

Trägerpotential nicht implementiert.

66

Kanaltyp nicht implementiert.

69

Gewünschte Funktion nicht implementiert.

70

Nur beschränktes Trägerpotential mit digitalen Informationen ist verfügbar.

79

Dienst oder Option nicht implementiert.

88

Nicht kompatibel.

91

Ungültige Transit Network Selection.

95

Ungültige Nachricht.

96

Obligatorischer IE nicht vorhanden.

97

Nachrichtentyp existiert nicht oder ist nicht implementiert.

98

Nachricht nicht implementiert.

99

Parameter nicht implementiert.

100

Ungültige IE-Inhalte.

101

Nachr nicht kompatibel.

111

Protokollfehler.

127

Zusammenarbeit nicht spezifiziert.

ARS stoppen Die folgenden Ursachencodes stoppen die ARS-Zielsteuerung vollständig.

Code

Ursachencode

17

Besetzt

21

Anruf abgelehnt.

27

Ziel außer Betrieb.

Keine Beeinträchtigung Alle anderen Ursachencodes beeinträchtigen den ARS-Betrieb nicht.