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Mit den Verzeichnisdiensten können Verzeichniseinträge (Namen und Telefonnummern) aus externen Quellen importiert werden. Diese Datensätze werden regelmäßig neu importiert.
Die folgenden Quellen werden für Verzeichniseinträge unterstützt:
LDAP-Import: Das System kann LDAP-Einträge zur Verwendung in Verzeichnissen importieren, die von Benutzertelefonen und -anwendungen angezeigt werden. Der LDAP-Import wird über das Formular System | Verzeichnisdienste | LDAP konfiguriert. Sie können LDAP Version 2 und 3 verwenden.
HTTP-Import : Systeme können Verzeichniseinträge per HTTP aus einem anderen System importieren. Der HTTP-Import wird über das Formular System | Verzeichnisdienste | HTTP konfiguriert, indem eine IP-Adresse oder eine Netzwerkverbindung mit mehreren Standorten angegeben wird. Die importierten Einträge können einem beliebigen oder allen der folgenden Datensatztypen angehören, die auf dem System, von dem die Einträge importiert werden, vorhanden sind: LDAP importierte Einträge, HTTP importierte Einträge, Konfigurationseinträge.
System-Verzeichniseinträge (Konfigurationseinträge): Einträge können über das Formular Verzeichnis | Verzeichniseintrag direkt in die Systemkonfiguration eingetragen werden. Datensätze aus dem Systemverzeichnis haben Vorrang vor Datensätzen, die mit LDAP/HTTP importiert werden.
Benutzer mit Systemtelefonrechten (siehe Systemtelefonfunktionen) und ein Telefon mit einer CONTACTS-Taste kann Systemverzeichnis-Einträge des Systems hinzufügen, löschen und ändern, auf dem sie angemeldet sind. Über LDAP oder HTTP importierte Einträge können sie nicht ändern.
Bei Server Edition-Netzwerken können diese Einstellungen nur auf Netzwerkebene konfiguriert werden, und sie werden in der Konfiguration des primären Servers gespeichert. Alle anderen Systeme im Netzwerk sind über die Einstellungen unter System | Verzeichnisdienste | HTTP so konfiguriert, dass sie die Verzeichniseinstellungen des primären Servers gemeinsam nutzen.
Die Verzeichniskapazität hängt vom Typ des Systems ab. Die unteren Zahlenwerte beziehen sich auf Version 10.0.
System |
Anzahl von Verzeichniseinträgen |
Gesamtzahl von Verzeichniseinträgen |
|||
|---|---|---|---|---|---|
Konfiguration |
LDAP-Import |
HTTP-Import |
|||
Eigenständige Systeme |
IP500 V2 |
2.500 |
10.000 |
10.000 |
10.000 |
Server Edition |
Primärer Server |
10.000 |
10.000 |
10.000 |
10.000 |
Sekundärer Server |
– |
– |
10.000 |
10.000 |
|
Expansion System (L) |
– |
– |
10.000 |
10.000 |
|
Expansion System (V2) |
– |
– |
10.000 |
10.000 |
|
Nummern und Namen aus dem Verzeichnis werden von Benutzeranwendungen wie SoftConsole angezeigt. Die Methoden zum Durchsuchen und Verwenden dieser Verzeichnisse hängen von der jeweiligen Anwendung ab. Weitere Informationen finden Sie im jeweiligen Benutzerhandbuch.
Für das Wählen verwendete Verzeichniseinträge können ()- und —-Zeichen in der Nummer enthalten. Diese Zeichen werden beim Wählen ignoriert. Verzeichniseinträge enthalten ? in der Nummer (wird verwendet für den Verzeichnisnamensabgleich) und sie sind nicht im Wählverzeichnis enthalten.
Verzeichnisnamen können zudem auf vielen Avaya-Telefonen über die Funktion Verz. oder Kontakte angezeigt werden. Sie ermöglichen dem Benutzer, den Namen auszuwählen, um die zugehörige Nummer zu wählen.
Die Verzeichniseinträge aus den Verzeichnisfunktionsgruppen, die dem Telefonbenutzer in verschiedenen Kategorien angezeigt werden, wie z. B. System, persönlich, Benutzer und Gruppen. Abhängig vom Telefon oder der Anwendung kann der Benutzer die aktuell angezeigte Kategorie wählen. In einigen Fällen werden möglicherweise nur die Kategorien angezeigt, die für die vom Benutzer ausgeführte Aktion unterstützt werden. Die typischen Kategorien lauten:
Extern: Verzeichniseinträge aus der Systemkonfiguration. Dies schließt über HTTP und LDAP importierte Einträge ein.
Gruppen: Gruppen im System. Wenn sich das System in einem Netzwerk mit mehreren Standorten befindet, sind auch Gruppen auf anderen Systemen in diesem Netzwerk eingeschlossen.
Benutzer oder Index: Benutzer im System. Wenn sich das System in einem Netzwerk mit mehreren Standorten befindet, sind auch Benutzer auf anderen Systemen in diesem Netzwerk eingeschlossen.
Persönlich: Verfügbar für Telefone der Serien 1400, 1600, 9400, 9500, 9600 und J100. Dies sind die persönlichen Verzeichniseinträge des Benutzers, die in der IP Office-Systemkonfiguration gespeichert sind.
Bei Telefonen, die Verz. oder Kontakte unterstützen, kann der Benutzer die angezeigten Verzeichnisnamen durch Wählen auf dem Tastenblock filtern. Bei weiterem Wählen wird ein progressiver Filter festgelegt. Wenn der Benutzer beispielsweise die Taste 5 (JKL) drückt, werden nur Namen mit Bestandteilen, die mit J, K oder L beginnen, aufgeführt. Wenn der Benutzer daraufhin die Taste 2 (ABC) drückt, werden nur Namen mit Bestandteilen, die mit JA, JB, KC, KA usw. beginnen, aufgeführt. Wenn der Benutzer weitere Tasten auf dem Telefon drückt, wird die Anzahl verbleibender Treffer reduziert.
Standardmäßig wird die Buchstabensuche simultan bei allen Teilen des Verzeichnisnamens durchgeführt, d. h. Vorname, zweiter Vorname und Nachname. Dieses Verhalten lässt sich jedoch für alle Benutzer ändern, indem eine „KBen“-Quellnummer verwendet wird.
Bei Telefonen der Serien M und T kann mit der Kurzwahl-Taste oder durch Wählen von Funktion 0 auf persönliche Verzeichniseinträge mit einer Indexnummer des Eintrags zugegriffen werden.
Persönlich: Wählen Sie Funktion 0, gefolgt von * und der zweistelligen Indexnummer im Bereich von 01 bis 99.
System: Wählen Sie Funktion 0, gefolgt von der dreistelligen Indexnummer im Bereich von 001 bis 999.
Die Funktionscodefunktion Kurzwahl kann auch für den Zugriff auf eine Verzeichniskurzwahl mithilfe der Indexnummer von jedem Telefontyp verwendet werden.
Verzeichniseinträge werden auch verwendet, um einen Namen mit der gewählten Nummer für ausgehende Anrufe oder der empfangenen CLI eingehender Anrufe zu verbinden. Beim Namensabgleich hat eine Übereinstimmung im persönlichen Verzeichnis des Benutzers immer Vorrang vor einer Übereinstimmung im Systemverzeichnis. Beachten Sie, dass manche Benutzeranwendungen auch ihr eigenes Benutzerverzeichnis haben.
Die Zeichen ( ) und — weden nicht für den Abgleich der Verzeichnisnamen verwendet. Verzeichniseinträge mit solchen Zeichen werden beim Namensabgleich ignoriert.
Das „?“-Zeichen kann zum Abgleich von Ziffern verwendet werden. Beispiel: 91?3 stimmt mit 9123 überein. In der Regel dient ein einzelnes „?“ am Ende einer bekannten Wählzeichenfolge als Ortsvorwahl.
Die beste Übereinsteimmung wird verwendet, die anhand der höchsten Zahl der übereinstimmenden Ziffern ermittelt wird.
Es gibt keine Mindestanzahl von Übereinstimmungen. Ein Verzeichniseintrag 9/Extern kann beispielsweise verwendet werden, um einen externen Anruf abzugleichen, sofern es keine bessere Übereinstimmung gibt.
SoftConsole verfügt über eigene Verzeichnisse, die ebenfalls zum Abgleich von Namen dienen. Übereinstimmungen in den Anwendungsverzeichnissen können dazu führen, dass die Anwendung einen anderen Namen anzeigt als den auf dem Telefon angezeigten.
Der Namensabgleich wird nicht für Leitungen wie z. B. QSIG-Leitungen ausgeführt, bei denen mit dem eingehenden Anruf ein Name bereitgestellt wird. Bei SIP-Amtsleitungen kann die Verwendung des Namensabgleichs oder die Anzeige des Namens seitens der Amtsleitung durch die Einstellung Standardnamenspriorität (System | Telefonie | Telefonie) ausgewählt werden. Diese Einstellung kann für einzelne SIP-Leitungen vorgenommen werden und setzt die Systemeinstellung außer Kraft.
Der Abgleich von Verzeichnisnamen wird von DECT-Mobilteilen nicht unterstützt. Informationen zur Verzeichnisintegration finden Sie im Handbuch Avaya-Funk-DECT mit IP Office bereitstellen.
Importierte Verzeichniseinträge sind bis zur nächsten Importaktualisierung nur temporär. Sie werden nicht zur IP Office-Systemkonfiguration hinzugefügt. Sie lassen sich nicht mit Manager anzeigen oder bearbeiten oder vom Benutzer eines Systemtelefons bearbeiten. Bei einem Neustart von IP Office gehen diese temporären Einträge verloren. Das IP Office-System fordert jedoch nach einem Neustart des Systems einen neuen Satz importierter Verzeichniseinträge an. Die temporären Einträge gehen verloren, wenn eine IP Office-Konfiguration, die Verzeichnisänderungen enthält, zusammengeführt wird. Das IP Office-System importiert dann einen neuen Satz temporärer Einträge, ohne das Resync-Intervall abzuwarten. Wird ein Konfigurationseintrag von einem Systemtelefonbenutzer (siehe Systemtelefonfunktionen) so bearbeitet, dass sein Name oder seine Rufnummer mit den Daten eines temporären Eintrags übereinstimmt, wird der übereinstimmende temporäre Eintrag verworfen.
Regeln für den Import
Wird ein Satz an Verzeichniseinträgen über HTTP oder LDAP importiert wird, gelten für die neuen Einträge die folgenden Regeln:
Importierte Einträge ohne Name oder Nummer werden verworfen.
Importierte Einträge mit demselben Namen oder derselben Nummer wie ein bestehender Eintrag werden verworfen.
Wenn die Anzahl der Verzeichniseinträge den vom System festgelegten Höchstwert erreicht, werden alle weiteren importierten Einträge verworfen.
Informationen zur Kapazität erhalten Sie in der Beschreibung der Registerkarte Directory (Verzeichnis).