Für eine VoIP-Verbindung über eine Standleitung ist es erforderlich, dass auf der Steuereinheit auf beiden Seiten ein VCM-Modul (Voice Compression Module) installiert ist. Dadurch wird es ermöglicht, dass von einer gleichbleibenden Anzahl an Kanälen jederzeit VoIP verwendet werden kann. Mit diesen Kanälen wird Sprache auf 6,3 kHz (G.723) oder 8 kHz (G.729) komprimiert, und es kann die Echokompensation verwendet werden.
Auf beiden Seiten muss dieselbe Softwareversion verwendet werden, und die Konfiguration hat jeweils für die Verwendung derselben Geschwindigkeit und Komprimierung zu erfolgen.
Betrachten Sie zum Beispiel diese VoIP-Verbindung:
Führen Sie folgende Schritte durch, einmal für Standort A und einmal für Standort B.
Einen normalen Dienst erstellen: Der Kontoname und das Kennwort werden der Gegenseite angezeigt. Aus diesem Grund müssen der auf Standort B konfigurierte Benutzername und das Kennwort übereinstimmen. Die Option „Verschlüsseltes Kennwort“ kann nur verwendet werden, wenn die Gegenseite auch CHAP unterstützt.
Einen Benutzer erstellen: Aktivieren Sie auf der Registerkarte „Einwahl“ die Option „Einwahl erlauben“. Das Benutzerkonto wird verwendet, um die Verbindung vom Standort B zu authentifizieren. Da der Dienst und der Benutzer dieselben Namen haben, werden diese beiden Konfigurationsformulare automatisch zu einem Intranet-Dienst verknüpft. Das Benutzerkennwort wird unten auf der Registerkarte „Dienst“ als Kennwort für ankommende Anrufe angezeigt.
Name: SiteB
Einwahl | Einwahl erlauben: Aktiviert.
Einen RAS-Dienst erstellen: Wenn auf dieser Verbindung CHAP verwendet werden soll, muss die Option „Verschlüsseltes Kennwort“ auf den Registerkarten „Dienst“ und „RAS“ aktiviert sein. Der Name des RAS-Dienstes muss mit dem Namen des Dienstes an Standort B übereinstimmen. Wenn der RAS-Dienst denselben Namen erhalten wie der Dienst und der Benutzer, werden sie automatisch zu einem WAN-Dienst verknüpft. Bei Nutzung eines WAN-Dienstes darf die Option “Verschlüsseltes Kennwort“ nicht aktiviert werden.
Den WAN-Port bearbeiten: Hinweis: Erstellen Sie keinen neuen WAN-Port, da dieser automatisch erkannt wird. Falls ein WAN-Port nicht angezeigt wird, schließen Sie das WAN-Kabel an, starten Sie die Steuereinheit erneut und empfangen Sie die Konfiguration. Das WAN-Port-Konfigurationsformular sollte nun vorhanden sein.
RAS-Name: StandortA
Erstellen einer IP-Route: Die IP-Adresse ist die Netzwerkadresse der Remote-Seite. Wählen Sie unter “Zielrufnummer“ den oben erstellten Dienst aus.
Eine neue Leitung erstellen: Leitungsnummer und Leitungsgruppennummer müssen eindeutig sein, d. h. sie dürfen nicht bereits von einer anderen Leitung verwendet werden. Die Gateway-IP-Adresse ist die IP-Adresse der Steuereinheit auf der Remote-Seite. Der verwendete Komprimierungsmodus hängt von der in der Steuereinheit installierten Sprachkompressionskarte und von der Verbindungsgeschwindigkeit ab.
Einen Funktionscode erstellen: So werden alle Anrufe, bei denen zuerst die Rufnummer 8 gewählt wird, über Leitungsgruppennummer 1 – also über die oben erstellte VPN-Leitung – umgeleitet.
Funktionscode: 8N
Telefonnummer: N
Leitungsgruppennummer: 1
Funktion: Wählen