Zuletzt aktualisiert : Apr 30, 2016 |
Navigation: System | Verzeichnisdienste | LDAP
Prolog-Informationen
Resource Id: Direct_LDAP:11945

Zusätzliche Konfigurationsinformationen

Weitere Konfigurationsinformationen finden Sie unter Zentralisiertes Systemverzeichnis.

Konfigurationseinstellungen

LDAP (Lightweight Directory Access Protocol) ist ein Softwareprotokoll, mit dem jeder Benutzer Organisationen, Einzelpersonen und andere Ressourcen wie Dateien und Geräte in einem Netzwerk finden kann. Sie kann auch zum Importieren von Verzeichnisinformationen verwendet werden.
IP Office unterstützt sowohl LDAP V2 als auch LDAP V3:
  • LDAP v2: Dieses Menü ( SystemVerzeichnisdiensteLDAP) unterstützt LDAP v2 direkt vom IP Office-Dienst.
  • LDAP v3: Der Zusammenarbeitsdienst auf IP Office R11.1.2 und höheren Linux-basierten IP Office-Servern unterstützt LDAP v3. Für IP500 V2-Server wird der Zusammenarbeitsdienst von einem IP Office-Anwendungsserver bereitgestellt. Verwenden von IP Office Web Manager, siehe LösungLösungseinstellungenBenutzersynchronisierung mit LDAP.
Tipp:
  • IP Office-Systeme unterstützen auch den Import von Verzeichniseintragen von einem anderen IP Office über HTTP. Dazu gehört die Verwendung von HTTP zum Importieren von Datensätzen, die das andere IP Office unter Verwendung von LDAP importiert hat.
LDAP-Datensätze können mehrere Telefonnummern enthalten. Beim Import in das IP Office-Verzeichnis wird jede als separater Verzeichniseintrag behandelt.
Ein LDAP-Verzeichnis ist in einer einfachen Baumhierarchie strukturiert, die aus folgenden Ebenen besteht:
  • Dem „Stammverzeichnis“ (dem Ausgangspunkt oder den Wurzeln des Baums), das sich verzweigt in
  • Länder, die sich jeweils verzweigen in
  • Organisationen, die sich wiederum verzweigen in
  • Organisationseinheiten (Divisionen, Abteilungen usw.), die wiederum verzweigen in bzw. einen Eintrag umfassen für
  • Einzelne Teilnehmer (hierzu gehören Personen, Dateien und gemeinsam genutzte Ressourcen wie Drucker)
Ein LDAP-Verzeichnis kann auf mehrere Server verteilt sein. Jeder Server kann über eine replizierte Version des Gesamtverzeichnisses verfügen, das in regelmäßigen Abständen aktualisiert wird. Ein LDAP-Server wird als Directory System Agent (DSA) bezeichnet. Ein LDAP-Server, der eine Anforderung von einem Benutzer erhält, übernimmt die Verantwortung für diese Anforderung und leitet sie ggf. an andere DSAs weiter, während er gleichzeitig für eine einzige, abgestimmte Antwort gegenüber dem Benutzer sorgt.
Diese Einstellungen können zusammengeführt werden. Für Änderungen an diesen Einstellungen ist kein Neustart des Systems erforderlich.
Feld
Beschreibung
LDAP aktiviert
Standard = Aus
Damit kann die Unterstützung von LDAP ein- und ausgeschaltet werden. Wenn der abgefragte Server ein LDAP V3-Server ist, muss die Unterstützung für LDAP V2 auf diesem Server möglicherweise aktiviert werden. LDAP V3-Server unterstützen normalerweise LDAP V2, sind aber standardmäßig nicht aktiviert.
Benutzername
Standard = Leer
Geben Sie den Benutzernamen ein, der zum Authentifizieren der Verbindung zur LDAP-Datenbank verwendet werden soll. Den Domänennamen eines bestimmten Benutzers von Windows finden Sie auf der Registerkarte „Konto“ in den Einstellungen des Benutzers unter „Active Directory-Benutzer und -Computer“. Beachten Sie, dass der erforderliche Benutzername deshalb nicht zwangsläufig mit dem Namen des Active Directory-Eintrags übereinstimmen muss. In Active Directory gibt es normalerweise ein integriertes Konto für den anonymen Zugang zum Internet mit dem Präfix „IUSR_“ und dem Suffix „server_name“. Der in dieses Feld eingegebene Benutzername könnte daher beispielsweise IUSR_CORPSERV@example.com lauten.
Kennwort
Standard = Leer
Geben Sie das Kennwort ein, das zum Authentifizieren der Verbindung zur LDAP-Datenbank verwendet werden soll. Geben Sie das Kennwort ein, das unter Active Directory für den obigen Benutzer konfiguriert wurde.
Alternativ kann ein Active Directory-Objekt für einen anonymen Lesezugriff verfügbar gemacht werden. Dies wird wie folgt auf dem Server konfiguriert.
  1. Aktivieren Sie in Active Directory-Benutzer und -Computer die Option Erweiterte Funktionen des Menüs Ansicht.
  2. Zeigen Sie die Eigenschaften des zu veröffentlichenden Objekts an, und klicken Sie auf die Registerkarte Sicherheit.
  3. Klicken Sie auf Hinzufügen und wählen Sie ANONYME ANMELDUNG und klicken Sie auf Hinzufügen und dann auf OK.
  4. Klicken Sie auf Erweitert und wählen Sie ANONYME ANMELDUNG.
  5. Klicken Sie auf Anzeigen/Bearbeiten und ändern Sie Anwenden auf in Dieses und alle untergeordneten Objekte.
  6. Klicken Sie auf OK, um die Menüs zu verlassen.
  7. Nachdem Sie dies auf dem Server ausgeführt haben, geben Sie in das Feld Benutzername des Konfigurationsformulars System einen beliebigen Eintrag ein (wobei Sie das Feld Kennwort leer lassen dürfen). Der Eintrag für den Benutzernamen ist jedoch obligatorisch. Andere LDAP-Server ohne Active Directory gestatten möglicherweise einen völlig anonymen Zugriff, so dass weder ein Benutzername noch ein Kennwort konfiguriert werden muss.
IP-Adresse des Servers
Standard = Leer
Geben Sie die IP-Adresse des Servers ein, auf dem die Datenbank gespeichert ist.
Serverport
Standard = 389
Über diese Einstellung wird der Abfrage-Port auf dem LDAP-Server angegeben.
Authentifizierungsmethode
Standard = Simple
Wählen Sie die zu verwendende Authentifizierungs-Methode aus. Sie haben folgende Optionen:
  • Einfach: Klartext-Authentifizierung
  • Kerberos: Nicht verwendet.
Resync-Intervall (Sek.)
Standard = 60 Minuten. Bereich = 60 bis 99999 Sekunden.
Die Häufigkeit, mit der die Steuereinheit das Verzeichnis mit dem Server synchronisiert. Dieser Wert wirkt sich auch auf einige innerbetriebliche Aspekte aus.
Die LDAP-Suchabfrage enthält ein Feld zum Angeben einer zeitlichen Begrenzung für den Suchvorgang, das auf 1/16 des Resync-Intervalls gesetzt wird. Deshalb muss ein Server eine Suchanforderung beenden, wenn sie nicht innerhalb von 225 Sekunden (3600/16) abgeschlossen wurde.
Die Client-Seite beendet den LDAP-Vorgang, wenn die TCP-Verbindung länger als 1/8 des Resync-Intervalls (Standardwert 450 Sekunden) bestand. Diese Zeitspanne ist auch das Intervall, mit dem geprüft wird, ob sich der Status des Konfigurationsparameters „LDAP eingeschaltet“ geändert hat.
Suchbasis
Suchfilter
Standard = Leer
Diese Felder werden zusammen verwendet, um die Suche nach Verzeichniseinträgen zu präzisieren.
Die Suchbasis gibt den Punkt im Baum an, an dem die Suche beginnt.
  • Die Such-Basis ist ein Distinguished Name (DN) in Form einer Zeichenfolge (wie in RFC1779 definiert).
Der Suchfilter gibt an, welche Objekte der Basis wichtig sind.
  • Der Suchfilter befasst sich mit den Attributen der Objekte, die unter der Suchbasis  gefunden werden. Es verwendet das in RFC2254 definierte Format, mit der Ausnahme, dass eine erweiterbare Übereinstimmung nicht unterstützt wird.
  • Wenn das Feld leer gelassen wird, wird standardmäßig der Suchfilter (objectClass=*) verwendet, der mit allen Objekten unter der Suchbasis übereinstimmt.
  • Sie müssen sicherstellen, dass der gesamte Filter und jedes Objekt innerhalb des Filters in Klammern (( )) eingeschlossen sind.
Nachfolgend werden einige Beispiele aufgeführt, die auf eine Active Directory-Datenbank angewendet werden können.
  • Abrufen aller Telefonnummern von Benutzern in einer Domäne:
    • Suchbasis – cn=users,dc=acme,dc=com
    • Suchfilter – (telephonenumber=*)
  • Beschränken der Suche auf eine bestimmte Organisationseinheit (z.B. ein Büro) bei gleichzeitigem Abruf von Mobiltelefonnummern:
    • Suchbasis – ou=holmdel,DC=example,DC=com
    • Suchfilter – (|(telephonenumber=*)(mobile=*))
  • Abrufen der Mitglieder von Verteilerliste „group1“:
    • Suchbasis – cn=users,dc=example,dc=com
    • Suchfilter – (&(memberof=cn=group1,cn=users,dc=example,dc=com)(telephonenumber=*))
Rufnummernattribute
Standard = telephoneNumber,otherTelephone,homePhone=H,otherHomePhone=H,mobile=M,otherMobile=M
Geben Sie die Nummernattribute ein, die der Server für alle mit der Such-Basis und dem Suchfilter übereinstimmenden Einträge ausgeben soll.
  • Andere Active Directory-Datensätze sind ipPhone, otherIpPhone, facsimileTelephoneNumber, otherfacsimileTelephone Numberpager oder otherPager.
  • Bei den Attributnamen wird nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden.
  • Andere LDAP-Server können andere Attribute verwenden.
  • Die optionalen Unterfelder "=string" definieren, wie der betreffende Nummerntyp im Verzeichnis gekennzeichnet wird. Die Nummer eines Mobiltelefons würde beispielsweise wie folgt im Verzeichnis angezeigt: John Birbeck M 7325551234
Daten von MS Teams automatisch ausfüllen
Standard = Aktiviert
Wenn die Einstellung LDAP aktiviert aktiviert ist, fügt die Einstellung Daten von MS Teams automatisch ausfüllen automatisch den von IP Office abgerufenen Microsoft Teams-URI in Benutzer | MobilityMS Teams-URI ein und legt die MS Teams-URI-Einstellung als schreibgeschützte Einstellung fest.