VoIP-Sicherheit

Zuletzt aktualisiert : Nov 26, 2021 |
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Prolog-Informationen
Resource Id: VoipSecurity:9405
Hier können Sie die Mediensicherheitseinstellungen auf Systemebene festlegen. Diese Einstellungen gelten für alle Leitungen und Nebenstellen, auf denen SRTP unterstützt wird und deren Verbindungssicherheit-Einstellungen als Systemeinstellungen konfiguriert sind. Einzelne Leitungen und Nebenstellen haben Mediensicherheitseinstellungen, welche die Einstellungen auf Systemebene überschreiben können.
Gleichzeitige SIP-Nebenstellen, die keine physischen Nebenstellen in der Konfiguration haben, verwenden die Systemsicherheitseinstellungen.
Die SM-Leitungen und alle zentralisierten Benutzernebenstellen haben einheitliche Mediensicherheitseinstellungen.
Diese Einstellungen können nicht zusammengeführt werden. Für Änderungen an diesen Einstellungen ist ein Neustart des Systems erforderlich.
Name
Beschreibung
Standard-Nebenstellenkennwort
Standard = Bei der Erstkonfiguration festgelegtes Nebenstellenkennwort.
Dieses Standard-Nebenstellenkennwort wird automatisch jedem H.323- und SIP-Nebenstelleneintrag zugeordnet, wenn er zur Systemkonfiguration hinzugefügt wird. Das Kennwort jeder Nebenstelle kann bei Bedarf über die eigenen Einstellungen der Nebenstelle geändert werden.
Das Nebenstellenkennwort wird für die Registrierung von IP-Telefonen mit dem System verwendet. Das Kennwort muss zwischen 9 und 13 Ziffern lang sein. Sie können über das Augensymbol das vorhandene Standardkennwort anzeigen.
Mediensicherheit
Standard = Deaktiviert.
Secure RTP (SRTP) kann für zusätzliche Sicherheit zwischen IP-Geräten verwendet werden. Mit dieser Einstellung wird gesteuert, ob SRTP für dieses System und welche Einstellung für SRTP verwendet wird. Sie haben folgende Optionen:
  • Deaktiviert: RTP verwenden.
  • Bevorzugt: Versuchen, SRTP zu verwenden. Wenn der Anruf nicht mit SRTP aufgebaut werden kann, zu RTP zurückkehren.
  • Erzwungen: SRTP verwenden. Wenn der Anruf nicht mit SRTP aufgebaut werden kann, schlägt der Anruf fehl.
    • Bei Anrufen mit Notruf wählen wechselt IP Office zu RTP, wenn der Aufbau des SRTP-Anrufs fehlschlägt.
Bei aktivierter Verbindungssicherheit (Erzwungen oder Bevorzugt) wird die Aktivierung einer entsprechenden Sicherheitsstufe unter System | LAN | VoIP | H.323-Signalisierung über TLS empfohlen.
Die folgenden Endpunkte unterstützen Secure RTP:
  • IP Office-, SIP- und SM-Leitungen
  • Avaya H.323-Nebenstellen: 9608, 9611, 9621, 9641
  • Avaya SIP-Nebenstellen: 9608, 9611, 9621 und 9641 (in zentralisierten Zweigstellenbereitstellungen), Serie 1100, Serie 1200, B179, E129, H175, Serie J100, Serie K100 (Vantage), Serie Scopia XT
  • SIP-Nebenstellen von Drittanbietern mit Unterstützung für SRTP
Mediensicherheitsoptionen
Wird nicht angezeigt, wenn Mediensicherheit auf Deaktiviert gesetzt ist. Sie haben folgende Optionen:
  • Verschlüsselungen: Standard = RTP
    Mit dieser Einstellung kann ausgewählt werden, welche Teile der Mediensitzung durch Verschlüsselung geschützt werden sollen. Standard ist die Verschlüsselung nur des RTP-Stroms (der Sprache).
  • Authentifizierung: Standard = RTP und RTCP
    Mit dieser Einstellung kann ausgewählt werden, welche Teile einer Mediensitzung durch Authentifizierung geschützt werden sollen.
  • Wiedergabeschutz SRTP-Fenstergröße: Standardwert = 64. Nicht einstellbar.
  • Crypto Suites: Standard = SRTP_AES_CM_128_SHA1_80.
    Sie können auch SRTP_AES_CM_128_SHA1_32 auswählen.  
Striktes SIPS
Standardwert = Aus.
Diese Einstellung ist nur in Enterprise Branch-Bereitstellungen verfügbar. Diese Option liefert eine systemweite Konfiguration für alle Beschränkungen, die auf SIPS URI basieren.
Ist diese Option deaktiviert, werden Anrufe nicht durch SIPS bedingt abgewiesen. Ein Anruf wird gemäß der Konfiguration der ausgehenden Amtsleitung oder Leitung gesendet, zu der er geroutet wird. Das geschieht unabhängig davon, auf welchem Weg der Anruf eingegangen ist, selbst dann, wenn er als SIP-Invite-Nachricht mit SIPS URI eingegangen ist und mit einer SIP URI zu einer nicht sicheren SIP-Amtsleitung gesendet wird.
Ist diese Option aktiviert, wird eine eingehende SIP-Invite-Nachricht mit SIPS URI dann abgewiesen, wenn sie eine SIP-Amtsleitung zum Ziel hat (SM-Leitung oder SIP-Leitung) und sofern diese Ziel-Amtsleitung im Feld „URI-Typ“. nicht mit SIPS konfiguriert ist.
Hinweis:
  • Striktes SIPS wird von SIP-Telefonen der Serie 9600 und J100 nicht unterstützt.

Überprüfung der Anrufernummer

Mit diesen Einstellungen werden die STIR-Protokolle konfiguriert, die von SIP-Amtsleitungen zur Überprüfung der Anrufernummer verwendet werden.
Weitere Informationen finden Sie unter Überprüfung der SIP-Anrufernummer (STIR/SHAKEN).
Feld
Beschreibung
Umgang mit eingehenden Anrufen
Standard = Nicht fehlgeschlagene zulassen
Legt die Standardwerte fest, für die Anrufe vom System basierend auf der Authentifizierungsstufe des Anrufs angenommen werden. Dieser Standardwert kann in der individuellen Leitungskonfiguration überschrieben werden.
  • Alle zulassen – Alle Anrufe werden unabhängig von der Überprüfung der Anrufernummer zugelassen.
  • Überprüfte zulassen – Nur verifizierte Anrufe mit vollständigem oder teilweisem Nachweis werden zugelassen.
  • Nicht fehlgeschlagene zulassen – Alle Anrufe werden mit Ausnahme von Anrufen mit fehlgeschlagener Überprüfung zugelassen. Beachten Sie, dass dies auch Anrufe ohne gemeldete Überprüfungsergebnisse beinhalten kann.
Validierungsanzeige
Standard = Aus
Wenn diese Option aktiviert ist, setzt das System den Anrufer-ID-Informationen, die auf Telefonen angezeigt werden, ein Zeichen voran, das das Ergebnis der Anrufüberprüfung angibt. Folgende Zeichen sind möglich:
  • Ein Häkchen bei vollständiger Überprüfung.
  • Ein Fragezeichen bei einer teilweisen Überprüfung.
  • Ein Kreuz bei fehlgeschlagener Authentifizierung.
Wenn diese Option aktiviert ist, überprüft das System auch die Anzeigeinformationen zu allen eingehenden Anrufen auf Amtsleitungen, um sicherzustellen, dass sie nicht mit diesen Zeichen beginnen, um Spoofing zu vermeiden.